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Pop/Rock

Monsters of Liedermaching.

Das kauzige Sextett dreht wieder gehörig am Rad. Ihr neues Album „Für Alle“ präsentiert sich fast ungehörig zauberhaft, denn zum ersten Mal in ihrem 14 jährigen Schaffen, haben sie sich ausgiebig im Studio ausgetobt. Nun glänzen ihre ausgelassen-bizarren Kleinode in musikalischer Vollendung und lassen die werte Hörerschaft dahinschmelzen. Organisch ausgereift schweben die Melodien durch die Lüfte und setzen sich in den Ohren fest. Textlich darf von Lyrik gesprochen werden, ohne aber in prätentiöse Gefälligkeiten abzudriften: Es geht um Feuerwehrleute und Scheiß CDs, To Do-Listen und Socken. Auftragskiller vs. Venedigs Straßenschwimmer, Morgensterne leuchten dank Photoshop, die kleine Lilly hat ein Drogenproblem und das Institut genehmigt das nicht, Katzen kämpfen gegen Hunde, der Liebe wird ein sicherer Fels geboten, und das alles ist nur ein Ausschnitt aus den vielfältigen Themen, derer sich die Monsters auf den 19 Songs hier angenommen haben. „Verflucht unterhaltsam, das neue Album!“, könnte man sagen. Doch man soll ja nicht fluchen. Drum so: Lebendig, frisch und liebevoll, das ganze große Allerlei. Alles dabei und alles für Alle, und der Tag startet fröhlich. Auch zum ausgelassenen Nacht-Tanze geeignet. Zeitlos eben, denn das beweist Stil. Neugierig? Hoffentlich.

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